Zeugen Jehovas

zeugen jehovas

Geschichte

❏ Gründung

Ursprung in einer Bibelforscherbewegung in Amerika, 1870 von Charles Taze Russel gründet

❏ Name

Seit 1931 „Jehovah’s Witnesses“ (=“Zeugen Jehovas“) -> Gott heißt Jehova (יהוה)

❏ Zeitschrift

Forschungsergebnisse wurden damals von Russel in einem Vorläufer von „The Watchtower“= („Der Wachtturm“) veröffentlicht. Heute ist die Zeitschrift „Wachtturm“ auflagenstärkste Zeitschrift der Welt und in über 150 Sprachen verfügbar

❏ Gesetzliche Anerkennung

Erst 2006 in Deutschland und 2009 in Österreich als anerkannt und gelten somit offiziell als keine Sekte.

Glaube

❏ Eigene Bibelübersetzung

Sie legen ihre eine eigene Bibelübersetzung größtenteils wörtlich aus nach der sich strikt orientiert werden soll

❏ Jehova

Sie glauben an einen persönlichen, gerechten und liebenden Gott, für den sie aber bestimme Ge- und Verbote einhalten müssen. Es darf nur zu ihm gebetet werden – nicht zu Jesus.

❏ Satan und Dämonen

Satan lehnt den Schöpfer ab und bewegt andere Menschen dazu an, ihm zu folgen. Zauberei ist ebenfalls ein Werk Satans.

❏ Harmagedon

„Harmagedon“ ist das Ende der Welt, Vernichtung aller Feinde Gottes und Ungläubiger. Ankündigungen gab es für 1914, 1925 und 1975, die jedoch nicht eingetreten sind.

❏ Leben nach dem Tod

Nach Ansichten der Zeugen Jehovas gibt es keine unsterbliche Seele, man kommt also weder in den Himmel noch in die Hölle. Sie selbst werden nach dem Tod ein unsterbliches Leben im Himmel erhalten und zusammen mit Jesus regieren. Ungläubige würden nach dem Weltuntergang – Harmagedon – auf der Erde zu ewigem Leben wiedererweckt.

❏ Pflichten

Missionstätigkeiten und regelmäßiges Bibellesen, kulturelle Einflüsse werden ausgegrenzt. Jeder Tag fängt mit dem Studieren des “Tagestextes” an – bestimmte Verse und Texte für jeden Tag.

❏ Zusammenkünfte und Kongresse

2 bis 3 Zusammekünfte in der Woche in die deutschlandweit über 1000 “Königreichssäle” für Predigtdienst, Wachtturmstudium, diverse Vorträge. 3 Mal im Jahr gibt es große Kongresse.

❏ Ablehnung von Bluttransfusionen

Da die Bibel Blut etwas Heiliges nennt und es nur Gott vorbehalten ist damit umzugehen, lehnen Zeugen Jehovas Bluttransfusionen ab und nehmen mögliche Konsequenzen in Kauf, Jesus starb ebenfalls. Oft werden Blutausweise mit Hinweisen mit sich getragen.

❏ Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen

Abtreibungen gleichen einem Mord und sind durch verschiedenste Bibelstellen verboten – Gott hat Leben geschenkt.

❏ Gefeierte und nicht gefeierte Feste

Es werden eigene religiöse Feste und Feiertage gepflegt, zum Beispiel die vielen Kongresse oder das Abendmahl, wo sie den Tod Jesu gedenken und Taufen. Viele christliche Feste haben heidnischen Ursprung – Geburtstage sollen auch nicht gefeiert werden, da dass Jehova nicht gefällt

❏ Beziehungen

Partner soll auch Zeuge Jehovas sein. Kein Geschlechtsverkehr und keine gemeinsame Wohnung vor der Ehe, daher oft frühe Heirat. Scheidungen sind eine Sünde und nur bei Betr

❏ Rangordnung

Unterordnung der Frau, Mann ist das Familienoberhaupt – keine Frauen in Lehrpositionen oder als „Ältester“

❏ Wehrdienst

Durch Gottes Gebote und Verse, die sich gegen den Krieg aussprechen, verweigern die Zeugen Jehovas den Wehrdienst.

Struktur

❏ Mitgliedergewinnung

Durch „Verkündiger“ – Predigtdienst, die von Tür zu Tür gehen (Aufklärung von Harmagedon, Rettung zu ewigem Leben) und Lektüren, die angeboten werden

❏ Finanzierung

Das weltweite Werk wird durch Spenden finanziert. Es werden keine Kollekten durchgeführt und der Eintritt ist frei.

❏ Mitgliederzahlen

Weltweit gibt es 8 Millionen Anhängern in 239 Ländern, allein 170 Tausend in Deutschland

❏ Austrittmöglichkeit

Freiwillig nur schwer möglich, vorher oft viele Gespräche mit Ältesten. Öfters Ausschließungen von Personen, die dann geächtet werden und mit denen man nicht mehr reden darf.